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Stand: 30.12.2008

Zahlen-Symbole

Symbolische Bedeutung von Zahlen

In vielen Kulturtraditionen, besonders in Babylon, im Hinduismus und bei Pythagoras, ist die Zahl ein grundlegendes Prinzip, von dem die gesamte objektive Welt ausgeht; sie ist der Ursprung aller Dinge und die dem Universum zugrundeliegende Harmonie. Sie ist auch das universelle Grundprinzip der Proportion in den bildenden Künsten und des Rhythmus in Musik und Dichtkunst. In der hermet. Philosophie wird die Welt der Zahlen der Welt der Vernunft gleichgesetzt. Zahlen sind nicht nur Quantitäten, sondern auch symbolische Qualitäten. Chin.: Ungerade Zahlen sind »yang«, himmlisch, unwandelbar, glückverheißend; gerade Zahlen sind »yin«, irdisch, veränderlich, unheilvoll. Christl.: Bereits in der Bibel ist eine vielfältige Zahlensymbolik zu finden. Griech.: »Alles ist nach Zahlen geordnet« (Pythagoras). Für Platon sind Zahlen die Harmonie des Universums; für Aristoteles war die Zahl »der Ursprung und sozusagen die Substanz aller Dinge, und sie stellte sozusagen ihre Affekte und Zustände dar.« Ungerade Zahlen sind männlich und gerade Zahlen weiblich. »Opfere den himmlischen Göttern mit einer ungeraden Anzahl und den irdischen mit einer geraden« (Plutarch). Die pythagoreischen Zahlen bezeichnen sowohl Quantitäten als auch Qualitäten. Hinduist.: Zahlen sind die ursprüngliche Substanz des Universums.

NULL Nicht-Existenz; Nicht-Sein; das Nicht-Manifeste; das Unbegrenzte; das Ewige; das Fehlen jeglicher Qualität und Quantität. In der Kabbala ist sie das Unbegrenzte; grenzenloses Licht; das Ain; für Pythagoras ist die Null die Vollendete Form, die Monade, das, wovon alles ausgeht und worin alles enthalten ist. Die Null steht auch für das Welten-Ei; den uranfänglichen Androgyn; das Vollständige. Als ein leerer Kreis stellt sie sowohl das Nicht-Sein des Todes als auch die Totalität des Lebens dar, die beide im Kreis zusammengefaßt sind, und hat an der Symbolik des Kreises teil. Als eine Ellipse gesehen, stehen die zwei Seiten für Auf- und Abstieg, Evolution und Involution. Vor der Eins ist nur die Leere bzw. das Nicht-Sein; der Gedanke; das letzte Mysterium, das unfaßbare Absolute.

EINS Uranfängliche Einheit; der Anfang; der Schöpfer, der Erste Beweger; die Summe aller Möglichkeiten; absolutes Sein; das Zentrum; das Unteilbare; das noch im Keim befindliche, Unentwickelte; Isolation; ein Aufsteigen und Sich-Erheben, das Prinzip, das zur Dualität führt und von daher zur Vielfalt und wieder zurück zur endgültigen Einheit. Chin.: yang; männlich; himmlisch, glücksverheißend. Die Monade. Christl.: Gott, der Vater; die Gottheit. Daoist.: »Das Dao erzeugt die Eins, die Eins erzeugt die Zwei, die Zwei erzeugt die Drei, und die Drei erzeugt alle Dinge.« Jüd.: Adonai, der Herr, der Höchste, das »Ich bin«; die verborgene Intelligenz. Pythag.: Der Geist, Gott, von dem alle Dinge ausgehen; das absolute Sein; die Monade.

ZWEI: Dualität, periodischer Wechsel; Mannigfaltigkeit; Konflikt; Abhängigkeit; Andersartigkeit; der statische Zustand; das Verwurzelte; daher Gleichgewicht; Stabilität; Reflexion, die entgegengesetzten Pole, die Doppelnatur des Menschen; Begierde, denn alles, was in Dualität manifest ist, existiert in Gegensatzpaaren. Wie die Eins einen Punkt darstellt, steht die zwei für eine Strecke. Die Zweizahl ist die erste, die von der Einheit abweicht, folglich symbolisiert sie auch die Sünde, die vom ursprünglich Guten abweicht und somit das Vergängliche und Verderbliche darstellt. Doppel-Tiere derselben Symbolik, wenn auch verschiedener Spezies, z.B. zwei Löwen oder ein Löwe und ein Stier, die beide solar sind, stehen für zweifache Kraft. Alchimist.: Die Gegensätze, Sonne und Mond, König und Königin, Schwefel und Quecksilber, anfänglich antagonistisch, aber am Ende aufgelöst und vereint im Androgyn. Buddhist.: Die Dualität des samsara, das Männliche und das Weibliche; Theorie und Praxis; Weisheit und Methode; auch der Blinde und der Lahme vereint, um den Weg zu suchen und ihn zu gehen. Chin.: yin, weiblich; irdisch, unheilvoll. Christl.: Christus mit zwei Naturen, Gott und Mensch. Daoist.: Das Gua; die Zwei Determinanten, das yin-yang. Zwei ist eine schwache yin-Zahl, da sie kein Zentrum hat. Hinduist.: Dualität, Shakta-Shakti. Jüd.: Lebenskraft. In der Kabbalaistik: Weisheit und Selbstbewußtsein. Platon.: Platon sagt, daß die Zwei eine Zahl ohne Bedeutung ist, da sie Beziehung bedeutet, die den dritten Faktor einführt. Pythag.: Die Dyade, das geteilte irdische Sein.

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DREI: Vielfalt; Schöpferkraft; Wachstum; vorwärts gerichtete Bewegung, die die Dualität überwindet; Ausdruck, Synthese. Die Drei ist die erste Zahl, auf die das Wort »alles« zutrifft, und »Die Triade ist die Zahl des Ganzen, insofern sie einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat« (Aristoteles). Die »Kraft der Drei« ist universell und ist die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser; sie ist der Mensch als Körper, Seele und Geist; Geburt, Leben und Tod; Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, die drei Mondphasen usw. Die Drei ist die »himmli-sche« Zahl, die die Seele darstellt, so wie die Vier der Körper ist; zusammen sind die beiden gleich sieben und bilden die Siebenzahl bzw. die biblische Woche; während 3 x 4 gleich zwölf ist, die Zahl der Tierkreiszeichen und der Monate des Jahres usw. Die Dreizahl kann geteilt werden in Dualität und Einheit; sie ist die »starke« Zahl der daoistischen Symbolik, da sie einen Mittelpunkt des Gleichgewichts hat. Die Drei stellt die allumfassende Gottheit dar - Vater, Mutter, Sohn, die sich auch in der menschlichen Familie widerspiegelt. Während einmal oder zweimal möglicher Zufall ist, bedeutet dreimal Gewißheit und Macht, z.B. der Dreimal-Größte Hermes; der Dreimal-Edle Herr; die Dreimal-Glücklichen Inseln. In der Folklore gibt es drei Wünsche, drei Versuche, drei Prinzen oder Prinzessinnen, Hexen, Schicksalsschwestern, Feen (oft zwei gute und eine böse). Da die Drei ein Äquivalent für die Vielen ist, kann sie eine große Zahl symbolisieren oder eine Menge. Es gibt unzählige Dreiheiten von Göttern und Mächten, und dreieinige Gottheiten und dreifache Göttinnen sind in der semit., griech., kelt. und german. Religion von Bedeutung; häufig sind sie verschiedene Aspekte oder Möglichkeiten einer Gottheit. Das Hauptsymbol der Drei ist das Dreieck, und drei ineinandergreifende Kreise oder Dreiecke können für die unaufkösliche Einheit der drei Personen einer Dreieinigkeit stehen. Andere Symbole sind der Dreizack, die Lilie; das dreiblättrige Kleeblatt; Dreiblatt; der dreifache Donnerkeil; Trigramme usw. Lunare Tiere sind oft dreibeinig, für die drei Phasen des Mondes; und mancherorts, wie z.B. in Frankreich, glaubte man, daß es drei Hasen oder Menschen im Mond gibt.

Afrikan. (Aschanti): Die Mondgöttin besteht aus drei Personen, zwei schwarzen und einer weißen. Ägypt.: Thot ist der Dreimal-Große. Alchim.: Die Dreiheit; Schwefel, Quecksilber und Salz stehen für Geist, Seele und Körper. Buddhist.: Triratna, Die Drei Kleinodien, Buddha, Dharma und Samgha. Chin.: Heiligkeit; die glückverheißende Zahl; die erste ungerade, yang-Zahl. Die Mondkröte bzw. der Mondvogel sind dreibeinig. Christl.: Die Trinität, die Seele, die Vereinigung von Körper und Seele im Menschen und in der Kirche. Die Weisen aus dem Morgenland überreichen drei Gaben an Christus als Gott-König.Opfer; Es gibt drei Gestalten der Verwandlungen, Versuchungen, Verleumdungen durch Petrus, Kreuze auf dem Kalvarienberg, Golgatha; drei Tage lang ist Christus tot, dreimal erscheint er nach seinem Tode, es gibt drei Marien und drei Eigenschaften bzw. theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Daoist.: Die große Dreiheit ist Himmel-Mensch-Erde. Die Drei ist die erste »starke« Zahl, denn wenn sie geteilt wird, bleibt ein Zentrum übrig, der Mittelpunkt des Gleichgewichts. Sie ist yang, glückverheißend und auch symbolisch für die Vielzahl. Griech./Röm.: Das Schicksal, die Moiren, die in Gestalt von Moira drei-in-einem sind; Hekate ist dreifältig; die Erinnyen sind drei-in-einem wie die Gorgonen als Medusa. Es gibt drei Grundtugenden, Grazien, Sirenen, Horen, Hesperiden, Graien, Kerberos/Zerberus ist dreiköpfig und Skylla dreischwänzig; die Chimaira hat einen Körper aus drei verschiedenen Teilen. Die Drei, die Vier und ihre Summe, die Sieben, sind Aphrodite/Venus, der Königin der drei Welten und der vier Elemente, heilig. Hermet.: Die höchste Macht, »Trismegistus«, der Dreimal-Große. Hinduist.: Trimurti, die dreifache Kraft der Schöpfung, Zerstörung und Erhaltung. Es gibt verschiedene Dreiheiten von Göttern; der Mondwagen hat drei Räder. Japan.: Die Drei Kleinodien sind der Spiegel, das Schwert und der Edelstein - Wahrheit, Mut und Mitgefühl. Jüd.: Grenzenloses Licht; heiligende Intelligenz. Maori: Der Große Geist, der Göttliche Schöpfer, ist eine Dreiheit aus Sonne, Mond und Erde; der Gott der Natur, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; Geist, Charakter und Körperlichkeit, symbolisiert durch drei erhobene Finger. Mexikan.: Die Dreiheit wird durch drei Kreuze repräsentiert, ein großes und zwei kleinere. Pythag.: Vollendung. Skandin. und German.: Das Schicksal in Gestalt der drei Nornen Mani, Nyi, Nothi, die auch den Mond darstellen, den Vollmond, den zunehmenden und den abnehmenden Mond. In der germanischen Mythologie ist der Mond das Schicksal, und Holda, die Mondgöttin, bildet zusammen mit ihren beiden Töchtern eine Dreiheit. Der Hase im Mond hat drei Beine. Thor ist bisweilen mit drei Köpfen dargestellt, und das Dreibein bzw. Dreiecksornament ist ein Symbol Odins/Wotans. Die Drei ist eine Glückszahl. »Aller guten Dinge sind drei.« Slaw.: Der Mondgott ist dreiköpfig. Sumero-semit.: Es gibt zahlreiche Dreiheiten.

VIER: Aus der Vier geht die erste räumlich-körperliche Figur hervor; sie ist das Raumschema bzw. die Ordnung der Manifestation, das Statische im Gegensatz zum Kreisenden und Dynamischen. Sie bedeutet Ganzheit; Totalität; Vollendung; Zusammengehörigkeit; die Erde; Ordnung; das Rationale; Dimension; Relativität; Gerechtigkeit. Es gibt vier Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Winde, Seiten des Quadrates, Arme des Kreuzes, Flüsse des Paradieses und der Hölle, Meere, heilige Berge, Tag- und Nachtwachen, Mondviertel, Teile des Tetramorphs. Die göttliche Quaternität steht der Trinität gegenüber. Vier ist im Alten Testament eine symbolische Zahl. Die vier Flüsse des Paradieses, die das Kreuz bilden, die vier Enden der Erde usw. sind in der Symbolik fast universell. Die Vierzahl kann dargestellt sein in Gestalt des vierblättrigen Kleeblatts, des Quadrats und des Kreuzes.

Ägypt.: Die heilige Zahl der Zeit, das Maß der Sonne. Vier Säulen stützen das Himmelsgewölbe; die vier Kanopen, die an den vier Ecken um den Toten stehen, werden von den vier Söhnen des Horus bewacht, die mit den vier Himmelsrichtungen in Zusammenhang stehen. Buddhist.: Der Damba-Baum des Lebens hat vier Zweige, und aus seinen Wurzeln entspringen vier heilige Flüsse des Paradieses, die die vier grenzenlosen Wünsche darstellen: Mitgefühl, Zuneigung, Liebe und Unvoreingenommenheit, die vier Richtungen des Herzens. Im chin. Buddhismus sind die vier himmlischen Wächter der Himmelsgegenden: Mo-Li Ch'ing, der Osten, mit dem Jadering und dem Speer; Virupaksha, der Westen, der Weitblickende mit der viersaitigen Gitarre; Virudhaka, der Süden, mit dem Schirm des Chaos, der Dunkelheit und der Erdbeben; Vaisravenna, der Norden, mit den Peitschen, der Leopardenfelltasche, der Schlange und der Perle. Chin.: Vier ist die Zahl der Erde, symbolisiert durch das Quadrat. Es gibt vier Ströme der Unsterblichkeit. Die Vier ist eine gerade, ein yin-Zahl. Christl.: Die Zahl des Körpers, während die Drei die der Seele ist. Es gibt die vier Flüsse des Paradieses, die vier Evangelien, Evangelisten, Erzengel, Hauptteufel, Kirchenväter, Großen Propheten, Grundtugenden (Klugheit, Starkmut, Gerechtigkeit und Mäßigkeit), Winde, aus denen der Eine Geist kommen wird, Reiter der Apokalypse, Teile des Tetramorphs. Daoist.: Die vier himmlischen Wächter sind: Li mit der Pagode; Ma mit dem Schwert; Cho mit zwei Schwertern; Wen mit einer mit Spitzen versehenen Keule. Es gibt vier mit Geist begabte bzw. heilige Geschöpfe: den Drachen, den Phönix, das Qilin bzw. Einhorn und die Schildkröte, die auch die Himmelsgegenden verkörpern. Griech.: Die heilige Zahl des Hermes. Hermet.: Die göttliche Quaternität; Gott. Hinduist.: Totalität; Vollkommenheit; Vollendung. Brahma, der Schöpfer, ist viergesichtig. Der Tempel ruht auf den vier Seiten des Quadrats, und das symbolisiert Ordnung und Endgültigkeit. Es gibt vier Tattvas, die vier Körper des Menschen und Reiche der Natur (Tiere, Pflanzen, Mineralien, Geist) und vier yugas. Es gibt vier Kasten und vier Gegensatzpaare. Indian.: Die vier Himmelsrichtungen. Für die Indianer kommen Stürme aus dem Norden, Wärme vom Süden, der Osten schenkt Licht und der Westen bringt Regen. Jüd.: Meßkunst; Wohltätigkeit; Intelligenz. In der Kabbalistik ist sie Erinnerung; die vier Welten der Kabbala; die vier Richtungen des Raumes bzw. Weltgegenden und die vier Ebenen des hierarchischen Organismus der Thora. Maya: Vier Riesen halten das Himmelsdach. Pythag.: Vollendung; harmonische Proportion; Gerechtigkeit; die Erde; die Vier ist die Zahl des Pythagoreischen Eides. Vier und Zehn sind Gottheiten; der Tetraktys 1 + 2 + 3 + 4 = 10. Skandin.: Vier Flüsse von Milch fließen durch Asgard. Sumero-semit.: Vier Sterngötter werden mit den vier Himmelsrichtungen identifiziert.

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FÜNF: Der menschliche Mikrokosmos; die Zahl des Menschen, der mit ausgestreckten Armen und Beinen ein Fünfeck bildet. Das Fünfeck, das ohne Ende ist, hat teil an der Symbolik der Vollendung und Kraft des Kreises, und die Fünf ist eine Zirkularzahl, da sie sich, wenn sie potenziert wird, in der letzten Stelle immer wieder selbst schafft. Wie der Kreis symbolisiert das Fünfeck das Ganze; der Quincunx ist die Zahl des Zentrums und des Zusammentreffens von Himmel und Erde sowieder vier Himmelsrichtungen und des Zentrums. Die Fünf ist ebenfalls die Gottheit als der zentrale Schöpfer mit den vier großen Kräften. Fünf ist die Ehezahl des hieros gamos als der Verbindung der weiblichen, geraden Zahl Zwei mit der männlichen, ungeraden Drei. Sie symbolisiert auch Meditation; Religion; Mittlertätigkeit; Wirksamkeit; Vielseitigkeit und, außer im Osten, die fünf Sinne. Fünfblättrige Blumen und fünfzackige Blätter stehen für den Mikrokosmos. Der fünfzackige Stern stellt wie das Fünfeck die integre Individualität dar und steht auch für geistiges Streben und Bildung, wenn er aufwärts zeigt, während er abwärts gerichtet ein Symbol der Zauberkunst und schwarzen Magie ist. Die fünf Finger bildeten den ersten Rechenmechanismus.

Alchimist.: Die fünfblättrige Blume und der fünfzackige Stern symbolisieren die Quintessenz. Buddhist.: Das Herz hat vier Richtungen, die zusammen mit seinem Zentrum fünf ergeben und für die Universalität stehen; das gleiche wird durch den von vier Inseln umgebenen Heiligen Berg symbolisiert. Es gibt fünf Tathagatas: Vairocana, den Sonnensproß, dessen Attribute das Rad, das Zentrum und die Farbe Weißsind; Akshobhya, den Unerschütterlichen mit dem vajra, der Osten, Blau: Ratnasambhava, der seinen Ursprung im Juwel hat, das Juwel, der Süden, Gelb; Amitabha, unermeßliches Licht, der Lotos, der Westen, Rot; Amoghasiddhi, die fehlerlose Vollendung, das Schwert, der Norden, Grün. Chin.: Es gibt fünf Elemente; Atmosphären; Zustände; Planeten; heilige Berge; Körner; Farben; Geschmacksvarianten, Gifte; mächtige Zauberer; Grundtugenden; Segnungen; ewige Ideale; Beziehungen der Menschen. Christl.: Die Fünf stellt den Menschen nach dem Sündenfall dar; es gibt fünf Sinne; Punkte des Kreuzes; Wunden Christi; Fische, die Fünftausend speisten; Bücher Moses. Griech./Röm.: Die Ehezahl, Liebe und Vereinigung; die Zahl der Venus, und Venusjahre sind in Gruppen zu je fünf gefaßt. Apollon hat als Gott des Lichts fünf Eigenschaften: Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart, Ewigkeit und Einheit. Hinduist.: Die Fünfergruppe der Welt; die fünf Elemente der feinen und groben Zustände; die Grundfarben; Sinne; die fünf Gesichter Shivas und die zweimal fünf Inkarnationen Vishnus. Islam.: Die fünf Säulen der Religion; die fünf Arten der göttlichen Gegenwart; Grunddogmen; Taten; fünfmal tägliches Gebet. Jüd.: Stärke und Strenge; grundlegende Intelligenz. In der Kabbala bedeutet die Fünf Furcht. Pars.: In parsischen und mandäischen Riten eine bedeutsame Zahl, möglicherweise mit den fünf heiligen eingeschalteten Lichttagen. Pythag.: Der hieros gamos, die Ehe von Himmel und Erde; Licht; Apollon als Gott des Lichts und seine fünf Eigenschaften.

SECHS: Gleichgewicht; Harmonie; die vollkommene Zahl innerhalb der Dekade: 1 + 2 + 3 = 6. Sie symbolisiert auch die Eiheit der Polarität, denn der Hermaphrodit wird durch die beiden ineinander verflochtenen Dreiecke repräsentiert, das aufwärts weisende als das männliche, das Feuer, die Himmel, und das abwärts weisende als das Weibliche, die Wasser und die Erde. Sechs bezeichnet auch die Liebe; Gesundheit; Schönheit; glücklichen Zufall; Glück; im Okzident ist die Sechs der Gewinnwurf beim Würfeln. Es gibt sechs Strahlen des Sonnenrades und die ineinander verflochtenen Dreiecke; der sechszackige Stern bzw. das Salomonssiegel stellt auch vollendetes Gleichgewicht dar. Chin.: Das Universum hat die Zahl Sechs, denn mit den vier Himmelsrichtungen und dem Oben und Unten hat es sechs Richtungen; es gibt sechs Sinne (das Denken ist der Sechste), der Tag und die Nacht haben je sechs Abschnitte. Christl.: Vollkommenheit; Vollendung; die sechs Tage der Schöpfung; Jüd.: Die sechs Tage der Schöpfung; Meditation; Intelligenz. In der Kabbala bedeutet sie Schöpfung und Schönheit. Pythag.: Glücklicher Zufall; Glück. Sumer.: Die sechs Tage der Schöpfung.

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SIEBEN: Die Zahl des Universums, des Makrokosmos. Vollständigkeit; eine Totalität. Da in ihr die Drei der Himmel und die Vier der Erde und des Körpers enthalten sind, ist sie die erste Zahl, die sowohl das Geistliche als auch das Weltliche umspannt. Sie bedeutet Perfektion; Sicherheit; Sichersein; Ruhe; Fülle; Reintegration; Synthese, auch Jungfräulichkeit, und damit ist sie die Zahl der Großen Mutter. Es gibt sieben kosmische Ebenen, Himmel, Höllen, große Planeten und Metalle der Planeten, Kreise des Universums, Strahlen der Sonne, Lebensalter des Menschen, Säulen der Weisheit, lunare Einteilungen des Regenbogens, Tage der Woche, Noten der Tonleiter, Weltwunder, usw. Der siebente Sonnenstrahl ist der Pfad, auf dem der Mensch von dieser Welt in eine andere hinübergeht. Der siebenköpfige Drache tritt in Indien, Persien, dem Fernen Osten, besonders in Kampuchea, sowie in keltischen und Mittelmeermythen auf.

Ägypt.: Die Priesterinnen der Hathor haben sieben Krüge; die sieben Töchter des Re machen sieben Knoten in ihre sieben Tuniken; die sieben Falken des Re sind die sieben Weisen; sieben Kühe mit dem Bullen stellen zusammen Fruchtbarkeit dar; es gibt sieben Häuser der Unterwelt mit dreimal sieben Toren. Die Zahl ist Osiris heilig. Alchimist.: Es sind sieben Metalle an dem Werk beteiligt. Astrolog.: Die sieben Sterne des Großen Bären sind »unzerstörbar«, d.h., sie sind das ganze Jahr über zu sehen. Es gibt sieben Plejaden, Große Planeten, Sonnenstrahlen. Buddhist.: Die Zahl des Aufstiegs und des Aufsteigens zum Höchsten und des Erreichens des Zentrums. Die sieben Schritte Buddhas symbolisieren den Anstieg der sieben kosmischen Ebenen, die Raum und Zeit transzendieren. Die siebenstöckige prasada von Borobodur ist ein Heiliger Berg und eine axis mundi, die im transzendenten Norden kulminiert und dirt das Reich Buddhas erreicht. Chin.: Es gibt sieben Feen und sieben Tiergeister. Christl.: Der siebente Strahl in der Mitte der sechs Strahlen der Schöpfung repräsentiert Gott. Es gibt sieben Sakramente; Gaben des Geistes; die sieben theologischen und Grundtugenden; Todsünden; Stufen, bzw. Berge im Höllenfeuer; freie Künste; Kristallkugeln, in denen sich die Planeten befinden; große Propheten; Engel der Göttlichen Gegenwart; durch Christus ausgetriebene Teufel; Zeiten des Fastens und der Buße; Freuden und Schmerzen Mariae; Meister der Christenheiten; Konzile der frühen Kirche; der siebente Tag nach den sechs Tagen war einer der Ruhe. Im Alten Testament gibt es die sieben Altäre von Baalam; Ochsen und Widder für die Opferung; Posaunen; Umkreise Jerichos; siebenmal badete Naaman im Jordan; die Sieben ist die Zahl von Samsons Fesseln; das durch Elisha von den Toten auferweckte Kind nieste siebenmal; die Arche ruhte im siebenten Monat, und die Taube wurde am siebenten Tag ausgesandt. Griech. / Röm.: Dem Apollon heilig, dessen Lyra sieben Saiten hat, und der Athene / Minerva und dem Ares / Mars; Pan hat sieben Flöten; es gibt die sieben weisen Männer Griechenlands. Hinduist.: Es gibt die sieben Juwelen der Brahmanas und der Sage nach sieben Götter vor der Sintflut, und sieben Männer wurden vor ihr errettet. Islam.: Die erste vollkommene Zahl; es gibt sieben Himmel, Klimate, Erden und Meere, Farben, Propheten, aktive Kräfte, Zustände und Situationen des Herzens; die Ka'aba wird siebenmal umgangen. Jüd.: Geheime Intelligenz. Es gibt sieben große Festtage im jüdischen Jahr; die Menorah hat sieben Arme; den Tempel zu bauen, dauerte sieben Jahre, es gibt sieben Säulen der Weisheit. Magie: Man bindet sieben Knoten in ein Seil, um durch Zauber zu fesseln; und Zauberformeln werden siebenmal gesprochen. Mithrazist.: Die Höhle des Mithras hat sieben Türen und Altäre und eine Leiter mit sieben Sprossen, die die sieben Stufen der Einführung in die Mysterien symbolisieren. Pythag.: Die kosmische Zahl, da sie die Drei des Himmels und die Vier der Welt enthält; der Gott der Welt; Vollkommenheit. Sumero-semit.: Es gibt sieben Abschnitte des Mondes und Tage der Woche. »Du sollst scheinen mit Hörnern, um sechs Tage zu bestimmen, und am siebenten mit einer halben Krone«, wodurch der siebente in Gegensatz zur Sonne gebracht wird und Dunkelheit und Unheil symbolisiert, und deshalb ist es gefährlich, am siebenten Tag irgendetwas zu unternehmen, der zu einem Tag der Ruhe wird. Es gibt sieben Zonen der Erde; Himmel, symbolisiert durch die Stufen des Ziqqurats; Zweige des Lebensbaumes, von denen jeder sieben Blätter hat; Tore der Hölle; Dämonen der Tiamant und Winde, sie zu zerstören; Farben, Siegel; Schicksalsmächte.

ACHT: Im Bereich des Spirituellen ist die Acht das Ziel des Eingeweihten, der durch die sieben Stufen oder Himmel gegangen ist, und somit ist sie die Zahl des wiedergewonnenen Paradieses; Regeneration; Auferstehung; Glückseligkeit; vollendeter Rhythmus; der achte Tag schuf den neuen Menschen voller Anmut. Nach den sieben Tagen des Fastens und der Buße wird der achte Tag der der Fülle und Erneuerung. Als 7 + 1 ist sie die Zahl der Oktave und des Wiederbeginns. Es gibt acht Wind- und dazwischenliegende Richtungen des Raumes. Acht stellt auch die Gegensatzpaare dar. Das Achteck ist der Beginn der Transformation des Quadrates in den Kreis und umgekehrt. Acht ist eine kaiserliche Zahl (achteckig sind der Grundriß der Reichskrone, der Innenraum der Pfalzkapelle Aachen, das Kaiserschloß Castel del Monte in Apulien).

Ägypt.: Die Zahl des Thot. Buddhist.: Erfüllung aller Möglichkeiten. Es gibt acht Glückszeichen. Chin.: Das Ganze; alle Möglichkeiten in der Manifestation; Glück. Das Ba Gua ist das Schema, das die acht Trigramme und Gegensatzpaare bezeichnet, in der Regel in einem Kreis angeordnet, dessen Peripherie Raum und Zeit symbolisiert. Es gibt acht Freuden der menschlichen Existenz. Christl.: Regeneration; Wiedergeburt. Das Taufbecken ist achteckig, symbolisch als Ort der Wiedergeburt. Es gibt acht Seligpreisungen. Daoist.: Alle Möglichkeiten in der Manifestation, und das Ba Gua repräsentiert die in der phänomenalen Welt wirkenden Kräfte. Es gibt acht daoistische Genien bzw. Unsterbliche. Hermet.: Die magische Zahl des Hermes. In der hermetischen Theologie gibt es einen höchsten Gott Thot/Hermes, den Erfinder der Zahlen und der Geometrie, und acht Nebengötter. Hinduist.: 8 x 8 ist die Ordnung der auf Erden errichteten Himmelswelt. Tempel sind nach dem Vorbild des Mandala gebaut, auf der Grundlage der 8 x 8 - Symbolik. Es gibt acht Weltgegenden, Sonnen; abschnitte des Tages; Chakras. Islam.: Der Thron, der die Welt umschließt, wird von acht Engeln gehalten, die sowohl den acht Teilen des Raumes als auch den acht Teilen des Raumes als auch den acht Gruppen von Buchstaben im arabischen Alphabet entsprechen. Japan.: Acht sind die »Vielen«; es gibt acht Götter in den Himmeln. Jüd. (Kabbala): Vollkommene Intelligenz; Glanz; der Zahlenwert von IHVH, die »Zahl des Herrn«. Der Tempel wurde am achten Tag geweiht. Platon.: Nach Plato gibt es acht Sphären unterschiedlicher Farben, die die leuchtende Himmelssäule umgeben. Pythag.: Solidität, Stabilität. Sumero-semit.: Die magische Zahl von Nebo.

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NEUN: Aus dem allmächtigen 3 x 3 bestehend, ist sie die dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang und Ende; das Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das irdische Paradies. Es ist eine »unzerstörbare« Zahl. Neun ist auch die Zahl des Kreisumfangs, daher seine Einteilung in 90 Grad und in 360 Grad für den vollständigen Umkreis. Sie wird durch die Figur der beiden Dreiecke symbolisiert, die wiederum ein Symbol der Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, von Feuer und Wasser, Berg und Höhle ist. Buddhist.: Die höchste spirituelle Macht; eine himmlische Zahl. Chin.: Himmlische Macht, denn das 3 x 3 ist die glückbringendste aller Zahlen. Sie stellt auch die acht Richtungen mit dem Zentrum als dem neunten Punkt dar, was bedeutet: in der Halle des Lichts. Es gibt neun große soziale Gesetze und Beamtenklassen. In der Landaufteilung für feng shui gibt es acht äußere Quadrate für die Kultivierung des Landes durch Pächter, und das mittlere und neunte ist ein »Gottesacker«, der Shang-ti, dem höchsten Herrscher geweiht ist; es wird auch »Kaiserfeld« genannt, was seine Position als himmlische Machtübertragung andeutet. Christl.: Die Neun kommt in der christlichen Symbolik wenig vor. Es gibt dreifache Triaden von Engelschören und neun Sphären und Ringe um die Hölle. Griech. / Röm.: Es gibt neun Musen. Hind.: Die Zahl des Agni, Feuer; das Quadrat der Neun bildet das aus 81 Quadraten bestehende Mandala, führt zum Universum und schließt es ein. Jüd.: Reine Intelligenz; Wahrheit, da sie sich selbst reproduziert, wenn sie multipliziert wird. In der Kabbala symbolisiert sie Grundlegung. Kelt.: Eine äußerst bedeutungsvolle Zahl in der kelt. Tradition; eine Zahl des Zentrums, denn die acht Richtungen und das Zentrum ergeben neun. Die dreifachen Göttinnen sind dreimal drei; es gibt neun keltische Jungfrauen, die Bridgit begleiten; die Neun steht in Verbindung mit den Beltaner Feuerriten, welche von 81 Männern gepflegt wurden, jedesmal neun. Maya: Es gibt neun Unterwelten, und jede wird von einem Gott beherrscht. Pythag.: Die Grenze der Zahlen, denn alle anderen existieren in ihr und kehren in ihr wieder. Skandin.: Odin/Wotan hing neun Tage und Nächte lang auf der Weltesche Yggdrasil, um die Geheimnisse der Weisheit für die Menschheit zu erkennen. Skeldi, die nordische Persephone, die Göttin des Schnees, lebte drei Monate in einem Berg und neun Monate an Niords Meer. Neun ist in der skandinavisch-germanischen Symbolik die heilige Zahl.

10  ZEHN: Die Zahl des Kosmos; das Paradigma der Schöpfung. Die Dekade enthält alle Zahlen und folglich alle Dinge und Möglichkeiten; sie ist die Wurzel bzw. der Wendepunkt allen Zählens. Sie ist das alles Umschließende; Gesetz; Ordnung; Herrschaft. Der Tetraktys 1 + 2 + 3 + 4 = 10 symbolisiert Göttlichkeit. Zehn basiert auf den beiden Händen, bedeutet Vollständigkeit und ist die Grundlage allen Zählens. Ihre höheren Bereiche der Vollständigkeit - 100 und 1000 - sind die Grundlage aller hinduistischen Kosmologie und in China symbolisieren die Zehntausend Dinge, d.h. das Unzählbare, die gesamte Manifestation. Zehn ist auch die Zahl der Vollendung von Reisen und der Rückkehr zum Ausgangspunkt: Odysseus wanderte neun Jahre und kehrte im zehnten heim; Troja war neun Jahre belagert und fiel im zehnten. Sie ist ebenfalls die Summe der Zahl Neun des Kreisumfangs plus eins des Zentrums, folglich Vollkommenheit. Sie wird auch durch den Maibaum symbolisiert: die Eins der Achse mit dem Kreis, der rund um diese getanzt wird. Chin.: Dargestellt durch ein Kreuz, das zentral durch das Schriftzeichen chi gebildet wird und das Ich symbolisiert, das in beide Richtungen weist und sowohl yin als auch yang ist; die vollkommene Figur. Die Zehn Himmlischen Stämme (Kan) stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Namen der Zehntagewoche auf der Grundlage der üblichen zyklischen Berechnung ( 60). Christl.: Es gibt die zehn Gebote; die Gleichnisse mit den zehn Lampen, Jungfrauen und Talenten. Der Zehnte war Gott zu zollen. Hinduist.: Die höheren Stufen der Zehn, d.h. 100 und 1000, sind die Grundlage der gesamten hinduistischen Kosmologie. Islam: Die Abgabe des Zehnten ist von großer Bedeutung (Almosen). Jüd.: In der Kabbala ist sie der Zahlenwert für yod, das Ewige Wort, den ersten Buchstaben des göttlichen Namens; widerscheinende Intelligenz; göttliche Unterstützung; der Dekalog; das Königreich; die Zehn Namen Gottes; die Zahl der Sepiroth, die Sphären bzw. Emanationen des Ain Soph, in der Regel symbolisiert durch den Lebensbaum; das erste ist die Monade, die erste Ursache der anderen neun, welche aus drei Trinitäten zusammengesetzt sind, jede ein Abbild  der ursprünglichen Dreiheit der männlichen, weiblichen und der vereinigenden Intelligenz; der zehnte, Adonai, stellt die mystische Rückkehr zur Einheit dar. Im Tempel Salomons gab es zehn Becken, Tische und Leuchter; die Cherubim waren zehn Ellen groß, und zehn Leviten hielten den Gottesdienst vor der Arche. Pythag.: Die Monade, der Wiederbeginn einer Reihe und unendliche Ausdehnung; Vollkommenheit. Röm.: Die Zahl wird durch das X ausgedrückt, die vollendete Figur; Vollendung. Sumero-semit.: Der zehnte Tag des Frühlingsfestes wurde mit einer Prozession begangen, an der alle Götter beteiligt waren.

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11  ELF: Sünde; Übertretung; Gefahr. Da die Zehn die vollendete Zahl und das Gesetz ist, stellt die Elf die Überschreitung von beiden dar.

12  ZWÖLF: Die Zwölfheit ist ein vollständiger Zyklus; kosmische Ordnung. Als 3 X 4 ist sie sowohl geistliche als auch weltliche Ordnung, das Esoterische und das Exoterische. Es gibt die zwölf Zeichen des Tierkreises und Monate des Jahres, von denen sechs männlich und sechs weiblich sind; zwölf Stunden des Tages und der Nacht; Früchte des Lebensbaumes usw.; es gibt auch die zwölf Tage der Rückkehr zum Chaos zur Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Toten zurückkehren, wie sie in den Saturnalien in Rom und den zwölf Tagen nach Weihnachten gefeiert wurden; diese Feierlichkeiten sind ebenfalls in der vedischen, chinesischen, heidnischen und europäischen Symbolik zu finden. Die Tage sollen den meteorologischen Verlauf der zwölf Monate des kommenden Jahres vorhersagen.

Ägypt.: Es gibt zwölf Höllentore, in denen Re die Stunden der Nacht verbringt. Buddhist. (Lamaist.): Es gibt zwölf Mitglieder des Rates des Dalai Lama. Chin.: Die zwölf Erdstämme - Tierkreis. Christl.: Es gibt zwölf Früchte des Geistes; Sterne für die Stämme Israels und die Apostel; Tore und Grundsteine der Heiligen Stadt; Tage nach Weihnachten. Griech./Röm.: Herodot spricht von zwölf Olympischen Göttern und Göttinen. Hesiot erwähnt zwölf Titanen. Zwölf ist auch die Zahl der Gesetzestafeln und der Tage und Nächte der Saturnalien. Hermet.: Es gibt zwölf Monate des Jahres und zwölf Plagen. Jüd.: Es gibt zwölf Früchte des Lebensbaumes; Tore der Himmlischen Stadt; Brote auf der Tafel im Tempel, welche die zwölf Monate des Jahres darstellten; Edelsteine auf Aarons Brustschild; Stämme Israels; Söhne Jakobs. Kelt.: Es gibt zwölf Paladine bzw. Ritter Karls des Großen und Ritter der Tafelrunde. Mithrazist.: Mithras hatte zwölf Schüler. Röm.: Zwölf flamines minores folgten dem Pontifex Maximus bei heiligen Riten. Sumero-semit.: Es gibt zwölf Tage des Kampfes zwischen Chaos und Kosmos.

13  DREIZEHN: Im Christentum gibt es dreizehn Tenebrae bzw. Fastenleuchter, Kerzen, die, eine nach der anderen gelöscht werden und so die Dunkelheit auf Erden bei Christi Tod symbolisieren. Dreizehn wird als Unglückszahl angesehen, da sie die Zahl des Judas Ischarioth bei Jesus und den zwölf Jüngern ist; sie ist ebenfalls die Zahl einer Hexenhöhle. Es gibt dreizehn Himmel bei den Maya, die jeder von einem Gott beherrscht werden. Dreizehn ist eine besondere Zahl im Kalender der Azteken, der in Dreizehn-Tage-Perioden eingeteilt ist; sie war auch die Zahl, die in der Wahrsagerei benutzt wurde.

20  ZWANZIG: Als die Summe von Fingern und Zehen hat die Zwanzig die Bedeutung des ganzen Menschen, und man zählt nach Zwanzigergruppen.

40  VIERZIG: Prüfung; Bewährungsprobe; Initiation; Tod. Als ein Vielfaches von vier ist sie Ganzheit und Totalität. Die Bedeutung der »Vierzig Tage« stammt wahrscheinlich aus dem vierzigtägigen Verschwinden der Plejaden in Babylonien, einer Zeit des Regens und Sturms, der Überschwemmungen und Gefahren. Die Wiederkehr der Plejaden war eine Zeit der Freude, und ein Bündel aus vierzig Schilfrohren wurde als Symbol für die vierzig Tage der bösen Macht verbrannt. Die römische »Qua-rantäne« hielt die Schiffe vierzig Tage in Isolation. Verschiedene Tempel in Persien, Baalbek, bei den Druiden und die Tempel bei Hesekiel hatten vierzig Säulen. Ägypt.: Die vierzig Tage des Todes und des Fernbleibens von Osiris sind eine Zeit des Fastens. Christl.: Es gibt vierzig Tage der Fastenzeit, von Christi vierzig Tagen in der Wüste her; Tage der Auferstehung, von Ostern bis Himmelfahrt; Zeit des Vorrechts bzw. Schutzes an heiliger Stätte. Im alten Testament gibt es die vierzig Tage Moses' auf dem Berge Sinai; Elia hielt sich vierzig Tage lang verborgen; die Sintflut; Zeit der Prüfung für Ninive unter Jona; die vierzig Jahre, die die Juden durch die Wüste wanderten; unter dem Joch der Philister; Herrschaft Davids; Herrschaft Salomos; Eli, Israel richtend; Hesekiel duldete die Frevelhaftigkeit Israel vierzig Tage. Islam.: Die Zahl der Verwandlung und des Todes, aber auch der Aussöhnung und der Rückkehr zur Lehre. Mohammed empfing seinen »Ruf« im Alter von vierzig Jahren. Mithrazist.: Vierzig wird als die Anzahl der Tage von Initiationsriten, von Festen und Opfern angesehen.

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50  FÜNFZIG: Nach der Vollendung des Kreises von 7 X 7 Jahren wird das fünfzigste ein großes Jahr, ein Jubiläumsjahr, eine Rückkehr zum Anfang und zum Urzustand und so ein Neubeginn. Fünfzig Tage nach Ostern ist Pfingsten.

60  SECHZIG: Die Zahl der Zeit in Minuten und Sekunden. Als dreimal zwanzig ist sie eine »runde Zahl«. Sie kommt häufig in Sagen vor. In Ägypten stand sechzig für Langlebigkeit. Sie ist die chinesische Zahl, ein »Sechziger-Zyklus«, im Westen als »Chinesischer Zyklus« bekannt. Durch das wechselseitige Ineinandergreifen der Zehn Erdstämme (chih) wird im sechzigsten Jahr ein vollständiger Kreis mit allen seinen Kombinationen geschlossen, dann wiederholt er sich. Sechs Kreise umfassen annähernd ein Tropenjahr.

70  SIEBZIG: In der Symbolik der Kabbala sind die siebzig Arme des Kandelabers die Dekane, die zwölf Abschnitte des Tierkreises der sieben Planeten zu je zehn. Siebzig ist die dem menschlichen Leben zugemessene Zeitspanne.

666  666: Ambivalent, sowohl die »Zahl des Tiers« als auch die Zahl Hakathriels, des Engels der Hoheit. Im Christentum ist sie das Zeichen des Tieres, der Antichrist. In der Kabbala ist es die Zahl von Sorath, dem solaren Dämon, der dem Erzengel Michael gegenübersteht. Sie ist die solare Zahl, die Summe des Quadrats der Sonne, eine Grundzahl der heiligen Geometrie.

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Weiteres zu einigen Zahlen und deren Bedeutung

EINS: Auge Gottes

    ZWEI: Zwillinge; Dinge, die nur als Paar nützlich sind, z.B. Brillengläser, Schuhe. Alle Dualismen, besonders das Gute und das Böse.

    DREI: Dreiklänge in der Musik. Die drei Dimensionen (Länge, Breite, Höhe).

    VIER: Temperamente (cholerisch, sanguinisch, phlegmatisch, melancholisch); Geschmacksrichtungen (salzig, süß, sauer und bitter).

    FÜNF: Pentagramm (Drudenfuß): in der Antike das Zeichen für Gesundheit, im Mittelalter als Schutzzeichen gegen Hexen (Mephistopheles im »Faust« kommt an ihm nicht vorbei).

    SECHS: Bienenwabe (natürliche regelmäßige Figur); Schneeflocken.

    SIEBEN: Beliebte Zahl in Märchen (Zwerge, Geißlein, Raben, Fliegen beim tapferen Schneiderlein, Siebenmeilenstiefel)

    ACHT: das Zeichen für Unendlich ist eine liegende Acht (Lemniskate).

    NEUN: Volltreffer beim Kegeln

    ELF: Karnevalszahl und -datum (11.11.); kleinste »Schnapszahl«.

    ZWEIUNDVIERZIG: Die Antwort auf alle Fragen im »Hitchhiker’s Guide to the Universe« von Douglas Adams.

 

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